Jahresrückblick 2020

Die Arbeit der Kammerunion Elbe/Oder war die letzten 20 Jahre geprägt von der grenzüberschreitenden, persönlichen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftskammern aus Deutschland, Polen und Tschechien. In unserem Jubiläumsjahr (Gründung April 2000) musste auf die persönliche Begegnung weitestgehend verzichtet werden, die  Zusammenarbeit wurde aber auch virtuell fortgeführt, war doch die grenzüberschreitende Verständigung so wichtig wie lange nicht mehr.   
Neben dem Aufzeigen der wirtschaftlichen Folgen der „Grenzschließungen“ in einem offenen Brief, dem Drängen auf schnelle Grenzöffnungen für den Warentransport und die Berufspendler war die KEO Ansprechpartner für Ministerien und Botschaften in Deutschland und Polen und unterstütze personell auch das „Grenzpendlerpauschale-Programm“ des Landes Brandenburg.  
Insgesamt hat die Kammerunion Elbe/Oder an vier Arbeitsgesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium teilgenommen und die Interessen des gemeinsamen Wirtschaftraumes vertreten. Dabei ging es v.a. um die neue Binnenschifffahrtsverordnung deren wirtschaftlichen Auswirkungen. Ebenfalls wurde eine neue Arbeitsgruppe innerhalb der KEO gegründet, die gemeinsam eine Stellungnahme zu den Bewirtschaftungsplänen im Rahmen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie erarbeitet. Diese Arbeitsgruppe wird ihre Arbeit auch im Jahr 2021 fortführen. Aber auch die Arbeit für die grenzüberschreitende Verkehrsinfrastruktur kam nicht zu kurz: ob Elbe & Oder, Eisenbahnstrecken und Zugverbindungen wie die Ostbahn oder Angermünde-Stettin, der neue EC Wawel (von FFo über Breslau nach Danzig) sowie auch Elbe- & Oderradweg. 
Aufgrund der guten Arbeit der IHK Ostbrandenburg als Generalsekretariat der KEO ist das Haus von den Mitgliedern gebeten worden auch im Jahr 2021 diese Arbeit fortzuführen.